Die Software läuft. Nur arbeitet keiner damit.
Ein Teil des Teams arbeitet mit dem neuen System. Ein Teil mit der alten Excel-Liste. Ein Teil mit beidem. Die Zahlen stimmen nirgends, und die Schulung liegt schon Monate zurück.
Warum das passiert
Der Ablauf ist in fast jedem Betrieb derselbe, und er ist an keiner Stelle böswillig. Die Geschäftsführung erkennt ein Problem, holt Angebote ein, entscheidet sich. Es gibt einen Einführungstermin und eine Schulung. Alle nicken.
Wer nachfragt, hört „das dauert damit länger“ oder „das kann das System nicht“. Die Geschäftsführung hält das für Bequemlichkeit, das Team hält die Geschäftsführung für ahnungslos. Beide haben ein Stück weit recht, und genau darüber redet niemand.
Der wichtigste Satz auf dieser Seite: Das System ist nicht an der Technik gescheitert. Es ist daran gescheitert, dass die Menschen, die damit arbeiten sollen, keinen Anlass hatten, es zu wollen.
Wer mitgestalten darf, verteidigt das Ergebnis.
Wer es vorgesetzt bekommt, sucht Umwege.
Widerstand ist eine Information
Der zweite Denkfehler, gleich nach „das stellt sich nur an“, ist der Versuch, Widerstand wegzuargumentieren. Widerstand ist selten Bequemlichkeit. Er ist ein Hinweis auf etwas Konkretes, das im neuen Ablauf nicht bedacht wurde, und die Person, die sich am lautesten wehrt, kennt diesen Ablauf oft am besten.
Welche vier Sätze Sie dabei immer hören und was sie tatsächlich bedeuten, steht im Leitfaden.
Die fünf Momente, in denen es sich entscheidet
Akzeptanz entsteht nicht bei der Schulung, sondern an fünf früheren Punkten. Ein Teil davon lässt sich auch jetzt noch nachholen.
- Bevor überhaupt gesucht wird
- Bei der Auswahl
- Bevor eingeführt wird
- Bei der Einführung
- In den ersten Wochen danach
Was in jedem dieser Momente konkret zu tun ist, steht im Leitfaden.
Wie ich da vorgehe
Ich schaue mir zuerst an, wie ein Vorgang bei Ihnen tatsächlich abläuft, nicht wie er laufen sollte. Die Umwege sind nicht das Problem, sie sind die Diagnose.
In Graz und der Steiermark komme ich dafür in den Betrieb, österreichweit geht das per Videocall mit den Leuten, die damit arbeiten.
Dann höre ich zu, ohne zu verteidigen, und wir reparieren eine Sache sichtbar, auch wenn sie klein ist. Erst danach reden wir über Verbindlichkeit, nie umgekehrt.
Am Ende steht ein Maßnahmenplan: was sich als Erstes ändert, wer als Erstes mitreden darf, und woran Sie in drei Monaten merken, ob es wirkt.
Der Zusammenhang zwischen der Einbindung von Mitarbeitenden und erfolgreicher IT-Einführung war das Thema meiner Bachelorarbeit. Mehr dazu unter Über mich.
So geht es weiter
Beides kostenlos, beides unverbindlich. Sie entscheiden, wie viel Tempo Sie wollen.
Erst einmal selbst nachlesen
Der Leitfaden zeigt die fünf Momente ausführlich, samt Selbsttest mit zehn Fragen. Kein Verkaufsprospekt, keine E-Mail-Adresse nötig.
Lieber als PDF, zum Weiterleiten an die Geschäftsführung? Elf Seiten als PDF.
Weiterführend
- Wenn Sie es strukturiert aufgenommen haben wollen: die IT-Standortbestimmung
- Läuft daneben auch zu viel per Hand? Bei uns läuft zu viel per Hand
- Steht zusätzlich die Frage nach KI im Raum? Alle reden von KI, wir wissen nicht, wo anfangen
Ein kostenloses Erstgespräch, 30 Minuten.
Wir schauen uns Ihre Situation an, und ich sage Ihnen ehrlich, ob und wie ich helfen kann. Wenn nicht, sage ich Ihnen auch das.
Was Sie sich vorher überlegen können, steht auf der Kontaktseite.
Marvin Ritter, BSc Wirtschaftsinformatik, ITIL Foundation. Über acht Jahre Business-IT als Techniker, in der IT-Leitung und als Berater. Dieser Text ersetzt keine individuelle Beratung.
